Liebe Gemeindemitglieder,

liebe Freundinnen und Freunde von St. Ludwig,

mittlerweile haben sich die Regeln, die für den Besuch der Gottesdienste in St. Ludwig gelten, eingespielt, und wir danken allen Besucherinnen und Besuchern, dass sie die damit verbundenen Einschränkungen und Auflagen geduldig auf sich nehmen. Ebenso gilt unser Dank denen, die sich als Aufsicht zur Verfügung stellen und oft genug auch bei den anschließenden Desinfektionsmaßnahmen mithelfen. Aber die Vorgänge beim Gottesdienst der freien Baptisten-Gemeinde in Frankfurt oder auch in diversen Restaurants zeigen, dass das Virus, auch wenn die Zahl der erkannten Infektionen mittlerweile relativ langsam steigt, unverändert in der Fläche aktiv und hochgefährlich ist. Erschrecken ausgelöst haben auch die Erkrankungen und Todesfälle in Altenheimen und Pflegeeinrichtungen. Es gibt daher keinen Grund, von den beschlossenen Maßnahmen (Registrierung, Mund-Nasen-Schutz, Desinfektion) abzugehen. Die in den letzten Wochen eingeführten Lockerungen machen die persönliche Verantwortung jedes Einzelnen umso wichtiger. Der Krankheitserreger ist erst seit einem halben Jahr bekannt; daher lässt sich nicht vorhersagen, wie lange wir mit Einschränkungen leben müssen. Unsere Verantwortung füreinander bleibt.

Neben der unmittelbaren Ansteckungsgefahr haben sich die Menschen mit vielen weiteren Problemen und Gefährdungen auseinanderzusetzen: Überlastung im häuslichen und beruflichen Bereich, Angst um die Sicherheit des Arbeitsplatzes, Vereinsamung und Resignation. Was bedeutet es dauerhaft für unsere Gemeinde, dass wir nicht in der gewohnten Weise miteinander in Kontakt bleiben können? Wird die Gemeinde als Haus aus lebendigen Steinen an Stabilität verlieren, am Ende vielleicht sogar auseinanderfallen? Solche Sorgen bedrängen uns in zunehmendem Maße. Fraglos können Internet und soziale Medien ausgleichend wirken, aber wir erreichen eben nicht alle und virtuelle Nähe kann die unmittelbare menschliche Zuwendung nicht ersetzen.  Wir werden in den kommenden Wochen, auch in den Sommerferien, behutsam ausprobieren, was möglich ist. 

Die 50tägige Osterzeit vollendet sich an Pfingsten. Der von Jesus verheißene Heilige Geist erfüllt mit seinem Feuer die Herzen der Jüngerinnen und Jünger, er gibt ihnen Kraft, Mut und Zuversicht. Auch wenn wir in der Öffentlichkeit Masken tragen, können wir dennoch die Freude Christi auf unseren Gesichtern zeigen und müssen kein Blatt vor den Mund nehmen, wenn es darum geht, Zeugnis von der Hoffnung zu geben, die uns erfüllt. Lassen wir uns inspirieren und teilen wir unsere Inspirationen mit möglichst vielen anderen!

Ihnen und Euch und all den Menschen, die uns verbunden sind, wünschen wir ein frohes und gesegnetes Pfingstfest!

Das Team von St. Ludwig

Christoph Klock   Elisabeth Prügger-Schnizer   Jorin Sandau   Julita Brückner

 

Information zur Corona-Pandemie

für die katholische Innenstadtkirche St. Ludwig finden Sie in den aktuellen Mitteilungen