Corona-Update

Aufgrund der hohen Inzidenzzahlen in Darmstadt gelten ab sofort folgende Bestimmungen für die

Feier der Gottesdienste: 

Mund-Nasen-Bedeckungen müssen auch während des Gottesdienstes auf den Sitzen getragen werden. 

Gemeindegesang ist nicht mehr möglich. Einzige Ausnahmen sind Antwortgesang und Hallelujaruf.

Wir empfehlen nachdrücklich, von unserem Anmeldeverfahren Gebrauch zu machen, entweder telefonisch unter 06151 99680 oder per Mail anmeldung(at)st-ludwig-darmstadt.de.

Die Anmeldungen für die drei Sonntagsgottesdienste müssen jeweils bis Freitag 16 Uhr eingegangen sein, damit die entsprechenden Listen erstellt werden können.

Während eines Gottesdienstes wird die Kirche einmal durchlüftet.

Die bisherigen Hygiene- und Abstandsregeln gelten unverändert weiter.

 

Information zur Corona-Pandemie

für die katholische Innenstadtkirche St. Ludwig finden Sie hier.

"...du wirst mich führen tief ins Grün..." - Wort & Musik zum Advent aus St. Ludwig

 

Liebe Gemeindemitglieder,

liebe Freundinnen und Freunde von St. Ludwig,

nicht nur die Pandemie, auch der Winter hat unser Land mittlerweile fest im Griff. Immerhin hat es eine große Wahrscheinlichkeit, dass die Witterungsverhältnisse sich demnächst wieder ändern. Bei den Corona-bedingten Einschränkungen des öffentlichen und privaten Lebens sieht es allerdings nicht danach aus. Sowohl für vorsichtige Lockerungen wie auch für die Beibehaltung der bisherigen Maßnahmen gibt es offensichtlich gute, aber nur schwer gegeneinander abzuwägende Gründe. Nicht nur die unmittelbaren Auswirkungen der Pandemie, auch die langfristigen Folgeschäden gilt es im Blick zu haben. Vorläufig allerdings bleibt wohl nur eines: in Geduld auszuharren. Dabei steht nicht wenigen Menschen, etwa in den Familien, und ganzen Berufsgruppen das Wasser bis zum Hals. Die Gefahr ist virulent, dass ein solidarisches Handeln aller mit- und füreinander immer weniger Zustimmung erfährt.

Das gibt der Österlichen Bußzeit in diesem Jahr ein ganz besonderes Gewicht. Wir sind es gewohnt, dass dem Aschermittwoch Tage und Wochen des Frohsinns und unbeschwerten  Fastnachtstreibens vorausgehen. Das entfällt fast völlig, sieht man einmal von den digitalen Angeboten ab. Eigentlich sind wir schon jetzt, vor Beginn der Fastenzeit, in einem Fastenmodus, den wir nicht selbst bestimmen können. Von einer Beschränkung der bürgerlichen Freiheits- und Grundrechte ist allenthalben die Rede. In der Tat sind die Eingriffe beträchtlich und nur durch die extreme Situation, in der wir uns befinden, zu rechtfertigen. 

Als wäre das alles nicht genug, befindet sich auch unsere Kirche in einer aktuellen Krise. Glaubwürdigkeitsverlust und Vertrauensschwund nehmen alarmierende Ausmaße an. Da helfen keine Ausflüchte mehr. Auch der Synodale Weg scheint auf der Stelle zu treten, und im Pastoralen Weg des Bistums, den wir im Dekanat Darmstadt mitgestalten und, so gut das in Pandemie-Zeiten geht, vorantreiben, treten die unterschiedlichen Auffassungen stärker hervor. Für die kommenden Monate erwartet uns ein hartes Stück Arbeit.

Vielleicht gelingt es, in dieser Fastenzeit zu einer inneren Ruhe und Zuversicht zu finden. Fasten bedeutet ja, sich festzumachen im Glauben und in meiner ganz persönlichen Beziehung zu Gott. Glaube ist Zustimmung in Freiheit. Die Fastenzeit ist daher ein Raum des freien und freiwilligen Verzichts, nicht der Verbitterung und Verbiesterung, sondern einer stillen Festigung, die uns hilft, die Belastungen des eigenen Alltags mit dem Geschehen des Karfreitags und der radikalen Verwandlung von Mensch und Welt am Ostermorgen in Verbindung zu bringen. Sie ist auch Chance, das Gebet als Austausch mit Gott und geistliche Begegnung mit den Menschen zu intensivieren.

Dazu will die Predigtreihe in St. Ludwig Impulse geben. Unser Bischof Peter Kohlgraf hat vier Psalmen ausgewählt, die als Wegbegleiter hin auf Ostern dienen sollen. In der Predigtreihe soll der ganze Reichtum des Psalmengebets erschlossen und für die persönliche Meditation geöffnet werden. Nicht nur durch das gesprochene Wort, sondern auch durch ein anspruchsvolles musikalisches Angebot in den Gottesdiensten. Die meisten Psalmen waren gesungene Gebete, der auf der Harfe spielende König David, den die Tradition der Kirche als Verfasser aller 150 Psalmen verstand, wurde zum Symbol dafür, wie vielfältig menschliche Ausdrucksformen im liturgischen Vollzug des Betens in Erscheinung treten können. Nähere Informationen finden Sie in diesen Mitteilungen und in den Flyern „Mit Psalmen unterwegs“ und „Einladung zu musikalischen Angeboten im Frühjahr 2021“, die in der Kirche ausliegen. Eine besondere Freude ist es, dass am 4. Fastensonntag im Hochamt um 10 Uhr Pfarrerin Ulrike Scherf, Stellvertretende Kirchenpräsidentin der EKHN, die Predigt halten wird.

Wenn nichts Unvorhergesehenes geschieht, werden wir alle Gottesdienste in der Fasten- und Osterzeit, unter den gegebenen Bedingungen (Anmeldung, Maskenpflicht, Abstands- und Hygieneregeln), feiern können. Der Schock des vergangenen Jahres bleibt uns erspart. Auch das ist ein Grund zur Freude und Dankbarkeit.

Versuchen wir also, zusammenzustehen und einander, so gut es geht, zu stützen und zu ermutigen. Wir denken besonders auch an unsere Kommunionkinder, die sich noch eine ganze Weile gedulden müssen, bis dann nach Ostern der Kommunionunterricht beginnt und sie, noch vor den Sommerferien, erstmals die Heilige Kommunion empfangen können. Für alle gilt: Bleiben Sie gesund und behütet. Möge Gottes reicher Segen in und über Ihnen sein!

Ihr / Euer Pfarrteam von St. Ludwig